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Am anderen Ufer
Teil II Die Sandhasen
Sythen ( gesprochen „siten“ und nicht „süten“) ist mit 5700 Einwohnern das größte zur Stadt Haltern am See gehörende Dorf.
Die Bauernschaft Sythen zählt zu den ältesten Ort am Hellweg. Als Sitnia wurde der Ort, am damaligen Handelsweg bereit im Jahre 758 erwähnt. Aber den Ort selbst gab es schon in der Bronzezeit.
Info: Sythen hat kein Wappen, das Wappen was hier zusehen ist, ist erfunden.
Der Ort taucht vermutlich in dem um 790 verfassten ersten Teil der sog. Reichsannalen bereits unter dem Jahr 758 als "Sitnia“ auf, König Pippin lagerte 758 hier. Weitere Erwähnungen erfolgten in einer Schenkung des Bischofs Wolfhelm von Münster an das Kloster Werden (889) als "Situnne" und im 10. Jahrhundert. als "Sitinni" und bei Kaisers Heinrich II. an die Paderborner Kirche (1017).
Kurz vor seinem Tod erhielt der Dülmener Burgmann Wessel von Lembeck 1331 im Tausch mit dem Bischof Ludwig II. zu Münster u. a. die Mühle und den Hof zu Sythen. Eine Generation später erhält der Dülmener Burgmann Dietherich von Hagenbeck Einkünfte von 3 Mark aus dem Haupthof Sythen als Pfandlehen des Bf. von Münster, welches dieser mit 30 Mark ablösen konnte. Später folgten die Familien von Besten (1450), von Ketteler (1530), von Galen zu Bisping (1704), von Fürstenberg Herdringen (1728) und von Westerholt (1821). 1966 wurde Haus Sythen von seinem letzten Besitzer, dem Grafen von Westerholt, verkauft und ist inzwischen abgerissen worden. Erhalten blieben ein alter Torbogen und der Neubau der Schloßkapelle aus dem Jahre 1910. Sythen gehörte Jahrhunderte hindurch zum Kirchspiel Haltern, seine Bewohner unterstanden der Grundherrschaft des Hauses Sythen. 1843 kam der Ort zum Amt Haltern.
Als die Quarzwerken ( Jung, Müller und Großpeter) im Sythen entstehen.
Bekamen die Sythner den Beinamen „die Sandhasen“ besonders die im Ortsteil Lehmbraken wohnen.
Mehr über Sythen: http:// www.heimatverein-sythen.de/
Fotos unten: Schloss- Sythen / Motorradtreff "Drügen Pütt" / Prickingshof.