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Unterspülung am Baggerloch I / Silbersee III 1961
Wasserader und Treibsand sind für eine Unterspülung verantwortlich!
Quarzsand rutscht am Silbersee II ab - keine Gefahr für Schwimmer.
Für Taucher und Surfer startete jetzt die Saison am Silbersee II. Obwohl große Mengen an Quarzsand am gegenüberliegenden Ufer abgerutscht sind, müssen sich Wassersportler und Schwimmer laut Bezirksregierung keine Sorgen machen.
Die Ursachen für die Quarzsand-Rutschung am Silbersee II legte jetzt ein Gutachter
Bereits im vergangenen Winter kam es am Nordostufer des Tagebausees (Fotos unten) zu zwei aufeinander folgenden Rutschungen, bei der eine Landfläche von 12.000 Quadratmetern verloren ging. Das entspricht fast zwei Fußballfeldern. Schwimmen ist und war in diesem Bereich verboten.
Ursachenforschung
Nach dem Vorfall setzten sich die Quarzwerke als Betreiber mit der Bezirksregierung Arnsberg als Aufsichtsbehörde zur Ursachenforschung zusammen. Dr. Thomas Pütter, Jurist der Quarzwerke GmbH Frechen: "Wir bauen dort noch vier Jahre Sand ab, daher müssen wir die Ursachen abklären und Lehren ziehen." Die Bezirksregierung beauftragte einen Gutachter, der jetzt einen Ergebnisbericht vorlegte. Pütter: "Die Abbauvorgaben wurden eingehalten."
Drei Faktoren
Jörg A. Linden, Pressesprecher des Regierungspräsidenten: "Drei Faktoren sind zusammengekommen." Zunächst die geologische Situation: An der betroffenen Stelle war lockerer Quarzsand mit verfestigtem gemischt. Zweitens wurde der Sand in der Nähe der Böschung abgebaut, was eine Rutschung begünstigt, und drittens wurde die Böschung modelliert, indem der Sand vom Wasser zum Land geschoben wurde.
Zur Vorbeugung wird die Böschung jetzt vom Ufer aus gebildet, der Sand-Abbau wurde weiter in die Mitte des Sees verlagert, und es wird mehr flach als tief gebuddelt. Linden: "Dadurch entsteht nicht so ein starkes Gefälle, und die Rutschgefahr ist geringer. Im Hinblick auf die Freizeitnutzung des Sees wurden alle Böschungen bereits einmal untersucht.
Badestrand weit entfernt.
Der offizielle Badestrand am Südufer ist einen Kilometer von der Rutschungs-Stelle entfernt. Das Ufer ist extrem abgeflacht. Es besteht keinerlei Gefahr. Linden: "Es ist auch keine andere Böschung in Gefahr." Bevor die Badesaison am 1. April beginnt, wird noch eine dreidimensionale Echolotvermessung durchgeführt. Mit diesem Verfahren kann unter der Wasseroberfläche in die Böschungen geschaut werden. Linden: "Wir gehen davon aus, dass das Ergebnis das Gleiche sein wird."
Quelle: Halterner Zeitung
Unten: Unterspülung 2009/2010
Ganz unten : Anfüllen am Silbersee1 nach der Unterspülung ( 06.03.2011).
Schwimmer und Wassersportler können sich weiterhin im Silbersee II tummeln.
Für Taucher ist die Sicht jedoch getrübt.
Die Taucher müssen auf andere Trainingsörtlichkeiten zurückgreifen. Die Bezirksregierung Arnsberg sieht für Schwimmer und Wassersportler keine Gefahr im Silbersee. Doch nicht nur die Bezirksregierung, sondern auch die Betreibergesellschaft Silbersee II hat im Oktober einen Gutachter ins Wasser geschickt. Dieser ist speziell für die Taucher zu einem anderen Ergebnis gekommen. Keine zwei Meter Sicht. In einer Tiefe von fünf Metern könne man keine zwei Meter weit gucken. Taucher könnten also weder ihren Partner noch die Absperrungen sehen. Das Tauchen war grundsätzlich nur in dem abgesperrten Bereich erlaubt, in dem sich auch Schwimmer aufhalten dürfen. Sabine Lemloh vom Tauchsportzentrum Silverwave erklärt: „Unter Wasser ist es nebelig. Die Absperrbänder an der Bojenkette kann man nicht sehen.“ Die Tauchplattform, die das Sportzentrum in einer Tiefe von acht Metern eingerichtet hat, kann nicht genutzt werden. Wie auch schon im vergangenen Jahr ist aus Sicherheitsgründen der See für Taucher daher tabu.
„In der Gesellschafterversammlung haben wir in Absprache mit Silverwave ein Tauchverbot ausgesprochen“, so Sabine Lange vom Regionalverband Ruhr. Es ginge in erster Linie darum, Unfälle zu verhindern. Die trübe Sicht rührt von der betrieblichen Nutzung am See Baggerschiff ist aktiv Auch wenn sich der aufgewirbelte Sand der großen Rutschung im vergangenen Winter inzwischen wieder gelegt hat, ist das Baggerschiff weiter aktiv, um Sand abzubauen und Böschungen zu präparieren. Dr. Thomas Pütter, Jurist der Quarzwerke GmbH Frechen, erklärt: „Die Situation ist leider etwas misslich, wird in den kommenden vier Jahren jedoch nicht zu vermeiden sein.“ So lange finden am Silbersee noch Rekultivierungsarbeiten statt. Die Surfer sind übrigens nicht betroffen. Sie durften bisher und dürfen auch weiterhin den ganzen Silbersee II nutzen. Voraussetzung ist eine entsprechende Sicherheits-Unterweisung durch den Surfclub Haltern.
Quelle: Halterner Zeitung
Einmalige Aufnahmen von Wasseradern am Silbersee bei Karnickelhausen ( in der Slide Show) 2009/10.
Bilder unten / Slide Show: Auch so ein Bagger, war über Nachte plötzlich in der See Verschwunden.
























