Hauptmenü
Ein Jahr nach der Unterspülung ( 02.07.2011).






Silbersee I 2009 vor der Unterspülung






Nach der ersten Unterspülung 2009 / Gast Fotos





Silbersee I 2010 nach der Unterspülung





Mehr auf: Silbersee Unterspülung, Wasserader.
Quarzwerke fördern rund 1,2 Mio. Tonnen Trockensand
"Auf Sand gebaut" heißt in der Regel nichts Gutes. Bei den Quarzwerken ist das anders: Mittels Baggerschiffen werden im Jahr allein 1 bis 1,2 Millionen Tonnen Trockensand für die Gießereien und Bauchemie gewonnen. Von Elke Rüdiger
Beim Quarzsandabbau wird nicht verwertbarer Oberboden in Zwischendeponien gelagert. Diese Halden werden immer wieder aufgefüllt und abgetragen. Am Silbersee I werden damit momentan die Uferböschungen rekultiviert. (Foto: Burkhard Lüining)
200 000 weitere Tonnen gehen in die Wasser-, Hohl- und Flach-Glasindustrie. Trocken und feucht, in verschiedenen Körnungen, von fein bis grob. Dazu komme der Formsand, erläutert Holger Gerling, Werksleiter der Quarzwerke Haltern: "Der wird gemahlen und so in der Farben-, Lack- und Keramik-Industrie verarbeitet."
Vorrat reicht für 20 Jahre
Für die nächsten 20 Jahre reiche der Vorrat noch, so lange gelte auch die Abbaugenehmigung, die erneut beantragt werden könne. Ein großer Teil der Quarzsandlagerstätte liegt etwa 40 Meter unter dem Wasserspiegel. Gewonnen werden helle, weiße Sande, die zu Quarzsand verarbeitet werden. Dort, wo abgebaut wird, kommen Oberboden und Sand ins Rutschen, bilden sich zu verfüllende "Lücken". Das Material aus den Zwischendeponien werde natürlich auch vor Ort wieder verwendet.
So entstehen stets neue zwischenzeitliche Halden, die anwachsen oder sich auflösen. Zurzeit wird am Silbersee I für die Rekultivierung der Uferböschung tonnenweise Sand bewegt. Der nicht verwertbare Oberboden mit bis zu zwei Metern Mächtigkeit sei eisenreich, bunt bzw. dunkel. "Der wird abgetragen, zwischengehaldet und z.B. zur Rekultivierung eingesetzt", erklärt Holger Gerling. Die drei Silberseen in Lavesum und Sythen sind ein Seenverbund und 1924 durch Quarzsandgewinnung durch die Quarzwerke Haltern entstanden.
Der Silbersee I hat eine Wasserfläche von 30 000 qm. Neben der Quarzsandgewinnung diente er bis 2004 als Badesee. Seit 2005 ist das Baggerloch gesperrt und wird nur noch als Abbaufeld genutzt. Nach Beendigung der Aussandung soll der Silbersee I als naturnahes Gewässer geschützt werden, während der Silbersee III schon heute für Spaziergänger und Angler freigegeben ist.
Quelle: Halterner Zeitung