Napolenstraße - Silberseen Haltern am See

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Napolenstraße

Rund 14 riesige, bis zu 30 Meter hohe uralte Eichen, die bedeutsame Geschichte schreiben ...

In dem Mitteilungsblatt des CDU-Ortsverbandes Hausdülmen „Dat schwatte Pieleken“, von Jörg Gerrich 1988 erstmals herausgebracht, berichten Hanne und Ludger David in der März-Ausgabe 2009 unter „Hausdülmener Bodendenkmal ‚Napoleonstraße’“ über die geplante Heerstraße Napoleons. Diese sollte von Wesel über Münster, über Bremen bis Hamburg führen und war als Verlängerung der Straße Paris ... Lüttich und Wesel gedacht, auf der Napoleon seine Truppen schnell und zu jeder Jahreszeit flexibel verlegen konnte. „Die Straße endete schon in Hausdülmen.
Planung und Bau an vielen Stellen parallel gestartet
Vor gut 200 Jahren sei mit der Planung und dem Bau der Napoleonstraße in Hausdülmen und vielen anderen Orten begonnen worden, recherchierte das Hausdülmener Ehepaar. Als dreigliedriger Baukörper von 15 bis 20 Meter Breite war die Mitte dieser Trasse auf gepflasterter Unterlage für die schwere Artillerie vorgesehen, der mit Schotter oder Kies befestigte Seitenstreifen für die Fußtruppen und der leicht befestigte oder nur mit Erde bedeckte Seitenstreifen stand den berittenen Truppen zur Verfügung.
Schattenbäume sollten Schutz vor Witterung geben
Zum Schutz vor ungünstiger Witterung ließen die früheren Straßenplaner diese Straßen abschnittsweise mit Schattenbäumen bepflanzen. Für die jederzeitige Nutzung der Heerstraßen erhielten diese auf beiden Seiten Wegeseitengräben zum Sammeln des Regenwassers.
Napoleon wollte diese Heerstraße rasch bauen und nutzen, teilte die Strecken deshalb in viele Bauabschnitte ein und begann teilweise schon während der Planung mit dem Ausbau.
Als er 1813 die Völkerschlacht bei Leipzig verlor, wurden viele Straßenbauarbeiten beendet. Später forstete man die nicht mehr gebrauchten Teilstrecken wieder auf oder nutzte sie landwirtschaftlich.
„Genau um Reste dieses geschichtlichen Bauwerkes geht es bei unserem Bodendenkmal ‚Napoleonstraße’ in Hausdülmen. „Die ‚Napoleonstraße’ ist bei der Stadt Dülmen als Bodendenkmal 1986 eingetragen worden (Stand 1996)“, so Hanne David zu den Streiflichtern.
„Darunter steht: ‚Dammartig aufgeschüttete ehemalige Straßentrasse beiderseits des Heubaches. Die Trasse wird beidseitig von in Reihen gepflanzten sehr alten Eichen begleitet.’ Die Gesamtbreite (Damm) beträgt 24 Meter, die Straßenbreite circa zwölf Meter ... Das Teilstück jenseits des Heubaches ist circa 85 Meter lang. Diesseits des Heubaches steht nur noch eine Eiche.“
Ein weiterer Eintrag lautet: „Der noch erhaltene Rest der sogenannten Napoleonstraße waren Bestandteile einer 1812/13 im Auftrage Napoleons teilweise ausgeführten Chaussee.“
Quellentext: SL-Ausgabe vom 13.5.2015

Foto unten: Drei Eichen soll sogar Napoleon gepflanzt haben!

Ein Flurkartenaufnahme aus den Jahre 1855, gibt es eine eingezeichnete Trasse in durchgehender Dammlage vom Dülmener See durch die sehr nasse „Fule Wiesk“ bis unmittelbar zum Dorfeingang Hausdülmen. In Richtung Lavesum an den heutigen Silbersee I / II und den Kleinen Silbersee / Vogelsberg, ist die Straße als gerade Linienführung bis zum Napoleonweg zu erkennen. Festzuhalten bleibt vor diesem Hintergrund, „dass auch die heutige L 551 von Dülmen nach Münster und Telgte, teilweise erst 1828 fertiggestel

 
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