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Gefangenenlager
Von 1943 bis 1945 in der Schmaloer Heide / Karnickelhausen Ost.
Kriegsgefangenenlager spielt in der Statistik keine Rolle. Es Wissen auch nur ein paar Menschen dass in der Schmaloer Heide am Rundweg bei den Flakstellungen in 2. Weltkrieg ein Gefangenenlager gab. Unter 100 Gefangene sollten dort untergebracht worden sein. 1933 wurde mit den bauen der sechs Flakstellungen, zum Schutz der WASGA-CHEMIE Sythen begonnen.
Als der Krieg nach Berlin „zog“ wurden die Flakstellungen aufgegeben. In den Häuser an den Flakstellungen wurden aus Coesfeld und Dülmen Gefangenen untergebracht. Die Gefangenen wurden auf zwei Häuser verteilt- in Doppelhaus ( Guntermann und Thierhof ) kamen Polen und Russen und in Haus „Lüning“ kam die Westeuropäer Engländer, Belgier und Franzosen. Im zweiten Doppelhaus „Herzberg“ – diente als Lager, daneben „Bössig“ war die Waschküche. Bei „Danker“ die Küche und "Stinner" Wachbatalion bei „Höhnerhaus“ das Lazarett.
Auch gab es Tote im Kriegsgefangenenlager Karnickelhausen Ost. Drei Russen und ein Pole wurden angeblich auf der Flucht, ein Tag vor Kriegsende, erschossen worden sein! Die anderen Elf Gefangenen sind normal gestorben.
Die acht Russen, fünf Polen und ein Belgier wurden auf den alten Russenfriedhof aus dem 1.Weltkrieg beigesetzt.
Chronik- der Flüchtlinge: Die Gefangenen haben den Rohrtunnel in der Flakstellung entdeckt und wollten dadurch Flüchten. Der Rohrtunnel ( ca. 90 cm Durchmesser), ging von einer Flakstellung zur Anderen. War nur am Anfang mit Geröll zugeschüttet. Die sechs Flüchtlinge hatten somit leichtes Spiel in den Rohrtunnel zugelangen. Sie wussten aber nicht wo der Tunnel hinführte. Zur Flakstellung vom Lazarett. Auf dem Weg zum Zaum wurden vier Flüchtlinge Erschossen.
1945 Kriegsende wurde das Lager aufgegeben ohne ein Wort zu sagen machte sich das Wachbatalion und Co aus dem Staub.