Lager 1943-1945 - Silberseen Haltern am See

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Lager 1943-1945

Gefangenenlager

Von 1943 bis 1945 in der Schmaloer Heide / Karnickelhausen Ost

Dieses Kriegsgefangenenlager spielt in der Statistik keine Rolle. Es wissen auch nur ein paar Menschen, dass es in der Schmaloer Heide am Rundweg bei den Flakstellungen in 2. Weltkrieg ein Gefangenenlager gab. Unter 100 Gefangene sollten dort untergebracht worden sein. 1940 wurde mit dem Bau der sechs Flakstellungen, zum Schutz der WASGA-CHEMIE Sythen, begonnen.Als der Krieg nach Berlin „zog“, wurden die Flakstellungen aufgegeben. In den Häusern an den Flakstellungen wurden aus Coesfeld und Dülmen Gefangene untergebracht. Die Gefangenen wurden auf zwei Häuser verteilt, In das Doppelhaus ( Guntermann und Thierhof ) kamen Polen und Russen und in Haus „Lüning“ kam die Westeuropäer, Engländer, Belgier und Franzosen. Das zweite Doppelhaus „Herzberg“ diente als Lager, daneben „Bössig“ war die Waschküche. Bei „Danker“ die Küche und "Stinner" Wachbatallion, bei „Höhnerhaus“ das Lazarett.Auch gab es Tote im Kriegsgefangenenlager Karnickelhausen-Ost. Drei Russen und ein Pole wurden, angeblich auf der Flucht, einen Tag vor Kriegsende, erschossen! Die anderen elf Gefangenen sind normal gestorben.Die acht Russen, fünf Polen und ein Belgier wurden auf dem alten Russenfriedhof aus dem 1.Weltkrieg beigesetzt.Chronik der Flüchtlinge: Die Gefangenen haben den Rohrtunnel in der Flakstellung entdeckt und wollten dadurch flüchten. Der Rohrtunnel ( ca. 90 cm Durchmesser), ging von einer Flakstellung zur anderen. War nur am Anfang mit Geröll zugeschüttet. Die sechs Flüchtlinge hatten somit leichtes Spiel, in den Rohrtunnel zugelangen. Sie wussten aber nicht, wo der Tunnel hinführte. Zur Flakstellung vom Lazarett. Auf dem Weg zum Zaun wurden vier Flüchtlinge erschossen.


 
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