Glasstein Sage - Silberseen Haltern am See

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Glasstein Sage

Das Geheimnis der Glassteine beginnt im Jahre 1827. Es ist eine Woche vor Ostern. Nur ein Gehöft steht zu dieser Zeit in Karnickelhausen, Graf von Westerholt, später Schmaloer, Fuhrmann ab 1886 Weiling. Überall blühen die Frühlingsblumen und die Sonnenstrahlen besitzen schon richtige Kraft. Aus dem Stall ertönt das Muhen der Kühe und die Vögel zwitschern fröhlich. Exakt um 13.20 Uhr erstirbt alles Leben, es wird totenstill, genau um die Mittagszeit. Dann fangen die Tiere an nervös zu werden, vor allem die Kühe versuchen aus dem Stall zu entkommen, als spüren sie eine unsichtbare, eine tödliche Gefahr. Am Himmel taucht urplötzlich ein Feuerball auf, und der Instinkt der Tiere ist berechtigt. Der Feuerball wird größer und größer – ein Meteorit mit einem Durchmesser von ca. zwei Meter schießt auf das Gehöft zu. Einen Kilometer vom Hof entfernt stürzt der Feuerball mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 km/h ins Moor. Die Erde wird glühend heiß, eine Wolke von Moorschlamm, Staub, Quarzsand und Asche sprudelt in den Himmel. Alles im Umkreis von 400 Metern brennt.
Ein kleiner achtjähriger Junge, sucht 135 Jahre später, Ostern 1962 in einem kleinen Waldstück nach dem Osterhasen. Er hatte noch nichts bekommen und es schien ihm, als hätte der Osterhase ihn vergessen. Groß ist das Erstaunen, als er einen Stein aus Glas fand, welchen der kleine Junge statt dem Osterhasen auf dem Boden entdeckte. Er bestaunte den Stein von allen Seiten und der Osterhase war vergessen. Statt nach Ostereiern, suchte der Junge nach Glassteinen und findet sie auch überall, auch heute noch. Diese Steine sind die Überbleibsel einer vergessenen Geschichte, durch die Schmelzung der Quarzsande sind reine Glassteine entstanden. Funkelnd leuchten sie im Sonnenlicht.


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: Glasstein mit Mücke ! / Fotos 2015
Heute werden diese Steine von Erwachsene gesucht und Verkauft als Echte Glassteine aus Karnickelhausen.

 
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