Die Geschichten der Silberseen bei Haltern am See / Sythen


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Feuerinferno

Das Feuerinferno von Karnickelhausen.

Im Frühjahr 1954 gab es eine große Brandkatastrophe, die Karnickelhausen zur zwei Drittel zerstörte und einen Millionschaden verursachte.Zwei 10- und 12- jährige Dülmener Kinder zündelten gegen Acht Uhr morgens am kleinen Teich ( Fuhrmanns - Schlüterteich), der in der Nähe der Quarzwerke liegt.
Schnell geriet das Feuer außer Kontrolle, Löschversuche der Kinder waren erfolglos, trockenes Moorgras und Kiefern brannten wie Zunder. Rasend schnell breitete sich das Feuer aus. Um die Flammen Herr zu werden, wurde sogar eine Planierraupe eingesetzt, die in der Heide breite Sandstreifen aufwarf, an denen man die Flammen besser bekämpfen konnte. Trotz des großen Einsatzes der Feuerwehren und der Polizei konnte das Feuerinferno nicht verhindert werden. Das Feuer drang immer weiter.
Die Hitze hatte Heide und Wald derartig ausgetrocknet, dass der kleinste Lufthauch die Flammen rasend vorantrieb. Über 350 Feuerwehrleute aus den Kreisen Coesfeld und Recklinghausen waren im Einsatz. Die größte Gefahr des Brandes bestand darin, dass das Feuer in nordwestlicher Richtung zur WASAG vordrang und, dann hierzu einer Katastrophe führen konnte. Es ging darum, das Überspringen das Feuers über die B51 zu verhindern. Zweimal wurde das Feuer auf der Westseite von englischen Soldaten gelöscht.
Nach stunden- langem Kampf gelang es gegen 14 Uhr, das Feuer zu Löschen.Ein Jahr später wurde das riesige Aschenfeld mit Kiefern bepflanzt, von denen heute noch 10 % stehen.
Der Rest fiel den Silbersee III zum Opfer.


Fotos 1. u. 2.: Kiefernschonungen 1962, der Weg führte zum Hellweg.

Fotos unten: Ein Teil der Kieferschonung steht noch, zum Feld an der altern Bahn-Verbindung ( Weg nach Bahnhof Sythen).


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