Die Geschichten der Silberseen bei Haltern am See / Sythen


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Das Wasser

Silbersee II

Silbersee II bis 1970

Der Natur keinen Schanden zufügen.

Wirtschaftliche Gründe sprechen dafür, dass die WASAG ihre Abbaupläne für die Quarzsandgewinnung ändern möchte. Die Politik hatte zu Beginn der Planung darauf bestanden, dass die Firma auf ihrem Gelände einen eigenen Aussandungssee anlegt, um nicht die vielfältig und zeitnah geplante Ufergestaltung am Silbersee I zu gefährden.

Im Umweltausschuss stellte Martin Buschmann von der Ingenieurgesellschaft Stoll und Partner die neuen Pläne und deren Begründung vor. Mit der zuvor favorisierten so genannten Dammlösung (beide Seen erhalten keine Verbindung) werde der Abbau der wertvollen Sande auf ein Drittel reduziert. 21 Millionen Tonnen könnten gewonnen werden, wenn direkt im Anschluss an den Silbersee I ausgebaggert werden könne. Nur 8 Mio Tonnen seien es, wenn aufgrund des Dammes und der flachen Böschung links und rechts des beidseitigen Ufers nicht ausgesandet werden könnte. Doch der Experte machte nicht nur die wirtschaftlichen Erfordernisse deutlich. "Die Hürde für den ökologischen Ausgleich ist sehr hoch gesteckt und auch das geplante hochwertige Ufer muss ausgeglichen werden", erläuterte Buschmann. Selbst eine zeitlich versetzte Bepflanzung des Ufers müsse über die ökologische Qualität wettgemacht werden. "Wir haben den Abbau von 21 Tonnen als Ziel, ohne der Natur und Landschaft Schaden zuzufügen", erklärte er.
Baudezernent Wolfgang Kiski unterstrich, dass die ökologischen Ausgleichsmaßnahme keine Kannbestimmung, sondern eine gesetzliche Vorgabe ist. Er betonte zudem, dass mit den neuen Plänen der WASAG eine Verbesserung der Parkplatzsituation erreicht werde. Die WASAG werde die 950 Stellplätze nun gegenüber dem jetzigen Parkplatz an Eingang der Straße Zum Vogelsberg errichten.
Die WASAG sicherte eine hochwertige Rekultivierung zu und betonte, dass ein Ausgleich auch in der Pflege und Erhaltung einiger Moorgebiete auf dem und jenseits des Firmengeländes erfolgen werde. Die Politiker schrieben hier eine enge Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden vor Ort fest. Auch dies wurde vom Unternehmen zugesichert. Aufgegriffen wurde ebenso der Wunsch von Bärbel Farwick, das Gelände zu besichtigen. - se

Quelle: Halterner Zeitung


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