Die Geschichten der Silberseen bei Haltern am See / Sythen


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Angst

Die Story

Die Angst wächst mit !

Damals währen unsere Kindheit, was führten wir für ein Superleben. Unser Spielplatz war 5qkm groß und wir konnten in der Heide machen was wir wollten. Regelmäßig streifte ich alleine in der Dunkelheit durch den Wald. Angst? pah, was ist das denn?
Und ich hatte meinen Lieblingsbaum, eine alte Kiefer ohne Krone(Foto unten Mitte), aber dessen Äste nach alle Seiten wuchsen, so dass man sich drauf legen und in den Himmel schauen konnte.
Es war Sommeranfang 1962, spät am Nachmittag träumte ich auf meiner Kiefer, derweil meine Mutter Wäsche aufhängte.
Plötzlich zerrissen laute Schreie und Hilferufe die Idylle. Immer wieder tönten sie vom Holländer Weg herüber. Meine Mutter und ich liefen den Rufen entgegen, ich nahm die Abkürzung durch das halb ausgetrocknete Moor, dessen Oberfläche immer wieder unter meine Schuhe schmatzte.
Am Holländer Weg angekommen, sahen wir schon viele Leute herumstehen, die Anwohner der anderen Seite, und aufgeregt schwatzen. Jemand erzählte meiner Mutter, ein Mädchen sei hin vergewaltigt worden. - Vergewaltigt? Was ist das denn? Etwas schlimmes? So wie die Leute sich aufregten, bestimmt! Und das Mädchen sah schlimm aus! Sie war es auch, die um Hilfe rief. Ich fragte meine Mutter, was das denn sei.
Ach nichts, meinte sie, das kämme vom vielen Fernsehen, man sehe da was und dann kämmen die Einbildungen!
Ich wusste immer noch nicht, was Vergewaltigung bedeutet, aber ich spürte plötzlich ein unbekanntes Gefühl, etwas, das ich noch nie spürte; ich hatte Angst. Aber als mir meine große Schwester erzählte, was dass ist, war es ganz um mich geschehen und der Rest meiner Kindheit spielte sich noch zwischen Haus und Flakstellung ab.


Foto 1. Der Holländer Weg, damals drei Meter breit und aus festem Sand.
Foto 2. Der Lieblingsbaum.


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